Internationale Lepra-Mission TLM

 

TLM ist seit 1960 in DRC, ehemals Zaire, tätig. Lepra ist eine sehr alte Krankheit und bis Medikamente zur Abtötung der Leprabakterien gefunden wurden, war die Arbeit in DR Kongo vor allem durch Kirchen und christliche Gruppierungen organisiert. Zu dieser Zeit wurden an Lepra Erkrankte in Lepradörfern, fern von anderen Menschen, versorgt. Die Arbeit von TLM im Kongo geschah zu dieser Zeit über die Finanzierung mit anderen Partnern von einigen kirchlichen Projekten. Es waren einzelne TLM Mitarbeiter vor Ort tätig. Mitte der 80ziger Jahre wurde TLM offiziell von der Regierung um technische Unterstützung für das Nationale Lepra- und Tuberkulosekontrollprogramm angefragt. Seitdem ist TLM in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium für 8 Provinzen des Landes zuständig. Seit 1998 gibt es ein eigenständiges Koordinationsbüro in Kinshasa. Es arbeiten dort 7 Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Ministerium, anderen Lepraorganisationen, Kirchen, NGOs und lokalen Gruppierungen. Sie sind verantwortlich für 23 Provinziale Lepra und TB Programme. TLM hat einen ganzheitlichen Ansatz in ihrer Arbeit. Das beinhaltet nicht nur die medizinische Behandlung, sondern die Integration zu fördern, das Stigma zu reduzieren und den Lebensstandart zu erhöhen. Dazu ist ein Ansatz von unten her notwendig, der auf Dorfebene ansetzt.

 

2007 ist eine Mitarbeiterin der Lepra-Mission in Deutschland, Angelika Piefer, Ergotherapeutin, in den Kongo ausgereist, um das Programm zur Vermeidung von Behinderungen zu verstärken. Schnell wurde sie auch zur Koordinatorin für die sozial-ökonomischen Projekte. Frau Piefer arbeitet seit 20 Jahren für die Lepra-Mission und war davor in Südostasien tätig.

 

Einen Artikel von ihr finden Sie unter „Aktuelle Berichte“.