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 Lepra ist heilbar!
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Lepra, was ist das?

 

Lepra ist eine Infektionskrankheit, verursacht vom „Mycobacterium Leprae“ (einem nahen Verwandten des TBC-Bazillus). Dieses Bakterium wurde 1873 von Dr.G.A. Hansen erstmals beschrieben.
Viele glauben, dass Lepra eine Krankheit der Vergangenheit ist. Aber es gibt sie noch und betrifft tausende von Menschen überall auf der Welt, vor allem in Asien, Afrika und Südamerika. Letztes Jahr wurden mehr als 500000 neue Fälle gefunden – das sind mehr als 1400 Menschen jeden Tag. Lepra kommt in allen armen Ländern vor. Es ist eine Krankheit der „armen Menschen“. Armut, schlechte hygienische Verhältnisse, verschmutztes Wasser und unzureichende Ernährung begünstigen die Ansteckung. Bis heute hat man nicht herausgefunden, auf welchem Weg die Übertragung erfolgt. Aber Menschen mit Lepra setzen große Mengen Erreger aus Mund und Nase frei. Es ist wahrscheinlich, dass diese Erreger durch Einatmen oder Tröpfchen wie bei anderen Krankheiten, Tuberkulose, Grippe, aufgenommen werden.

 

 

Die ersten äußeren Anzeichen sind meist helle Hautflecken, verbunden mit Gefühlsverlust an diesen Stellen. Lepra ist immer noch von Aberglaube, Stigmatisierung und Angst umgeben.



Welche Art von Lepra sich bei einem Menschen ausbildet, ist abhängig von seinem individuellen Immunsystem, nicht von Erregern. Es gibt nur einen Erreger, aber verschiedene Arten darauf zu reagieren. Wenn eine Person keine Resistenz hat, kann sich der Erreger frei in der Haut vermehren, in der Nase und sogar in inneren Organen wie der Leber. Das ist lepromatous Lepra. Es gibt auch tuberculoide, grenzhafte und indeterminate Lepra mit jeweils anderen Symptomen. Manche Menschen sind resistent und werden nie klinische Symptome von Lepra zeigen.

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Wird die Krankheit nicht im Frühstadium erkannt, so zerstören die Leprabazillen die peripheren Nerven, vor allem in Händen und Füßen, aber auch die Nerven, welche z.B. die Bewegung des Augenlides koordiniert. Weil dadurch das Schmerzempfinden verloren geht, erkennen und pflegen die betroffenen Personen Verletzungen an Händen und Füßen nicht. Aus zunächst harmlosen Wunden entstehen eiternde Geschwüre, die mit der Zeit so weit fortschreiten, dass ganze Gliedmaßen verloren gehen. Wenn als Folge der zerstörten Nerven das Augenlid mit der Zeit nicht mehr geschlossen werden kann, führt das zur Erblindung.

 

 

 

 

 

 

Heute wird darum alles daran gesetzt, Leprakranke im Frühstadium zu finden und zu behandeln. Mit einer medikamentösen Kombinationstherapie sind leichte Fälle von Lepra innerhalb von 6 Monaten geheilt, schwere Fälle müssen bis zu 2 Jahre medikamentös behandelt werden. Solchen Menschen sieht man nach der Behandlung ihre alte Krankheit nicht mehr an und sie müssen meistens nicht unter den vielfältigen Diskriminierungen leiden, denen sonst ehemalige Leprakranke ausgesetzt sind.

 

 

Dennoch, die Zahl an Lepra leidender Menschen, einschließlich derer, die ihre

medizinische Behandlung abgeschlossen haben, aber eine Behinderung davon tragen und stark ausgegrenzt sind, bleibt sehr hoch ( ~ 3 Millionen Menschen). Die Angst vor dieser Krankheit, die soziale Ausgrenzung kann oft mehr Schaden anrichten als die Krankheit selbst.



Ungefähr 12% aller Neuerkrankten, die TLM entdeckt, leiden schon an einer Form irreparabler Schädigung oder Deformierung.

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